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Fasten als Impuls für mehr

Hier findest Du fundiertes Wissen, praktische Erfahrungen und wertvolle Gedanken rund ums Fasten, Ernährung und innere Wahrnehmung für ein gesundes Leben, das sich nicht nur richtig anfühlt, sondern auch wirklich gut tut

Blähbauch nach Urlaub oder Feiertagen?

Autorenbild: Kerstin Rogowski
Kerstin Rogowski
14. Juli
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Juli


Frau mit angestrengtem Gesicht und einer Hand am Bauch beim Klettern an Felswand
Zeit für eine Fastenwoche?

Die Feiertage und der Urlaub waren wunderbar. Doch jetzt herrscht im Bauch Ausnahmezustand: Blähbauch, Verdauungschaos, Heißhunger und ein schweres Körpergefühl. Ein veränderter Tagesrhythmus, ein neues Klima, körperliche Belastungen oder Unbeweglichkeit belasten deinen Darm genauso wie deine Ernährung und die bekannten Genussmittel.

In diesem Beitrag erfährst du, warum dein Bauch plötzlich so empfindlich reagiert, was dein Mikrobiom negativ beeinflusst, und wie du wieder mehr Ruhe und Leichtigkeit hineinbringst.



Was Zucker, Alkohol, fettiges Essen und zu wenig Ballaststoffe auslösen können


Dein Mikrobiom reagiert schnell auf Veränderungen. Ein Blähbauch nach dem Urlaub oder nach Feiertagen ist daher keine Seltenheit. Andere Lebensumstände und schon wenige Tage mit einer deutlich anderen Ernährung können entscheiden, welche Bakterien besonders aktiv sind und welche Stoffwechselprodukte im Darm entstehen.


Viele Süßigkeiten, Alkohol, sehr fettreiche Speisen und stark verarbeitete Lebensmittel liefern gleichzeitig wenig von dem, was viele nützliche Darmbakterien dringend brauchen: lösliche Pflanzenfasern und resistente Stärke. Fehlt dieses Futter, entstehen weniger kurzkettige Fettsäuren im Darm, die die Zellen der Darmschleimhaut versorgen, die Darmbarriere unterstützen und bei der Regulation von Immun- und Entzündungsprozessen helfen.


Fettreiche Kost verändert zudem die Gallensäuren im Darm und begünstigt damit andere Bakteriengruppen als eine pflanzenbetonte, eher fettarme Ernährung. Alkohol kann die Darmschleimhaut zusätzlich reizen und durch Flüssigkeitsverlust sowie schlechteren Schlaf die Beschwerden verstärken. Die Folgen sind das, was viele von Euch gut kennen: Völlegefühl, Blähbauch, Verstopfung oder Durchfall und ein Bauch, der kaum noch zur Ruhe kommt.



Warum ein gestörtes Mikrobiom Verdauungsprobleme, Heißhunger und Blähbauch fördern kann


Von einer Dysbiose spricht man, wenn Zusammensetzung und Funktion des Mikrobioms aus dem Gleichgewicht geraten. Dann kann sich verändern, wie Nahrungsbestandteile im Dickdarm abgebaut werden und welche Gase und Stoffwechselprodukte dabei entstehen.


Gase sind grundsätzlich normal. Sie entstehen bei der bakteriellen Fermentation von Kohlenhydraten. Treffen jedoch große Mengen schwer verdaulicher Nahrung auf eine verlangsamte Darmbewegung, braucht dein Darm mehr Zeit für die Verdauungsprozesse. Der Bauch spannt, wird hart und fühlt sich sichtbar aufgebläht an. Auch eine empfindliche Darmwand kann dazu führen, dass Du normale Gasmengen stärker wahrnimmst.


Dein Heißhunger entsteht zwar nicht allein im Darm, aber dein Mikrobiom beeinflusst den Zucker- und Fettstoffwechsel, Sättigungssignale und die Bildung verschiedener Botenstoffe. Zusammen mit Schlafmangel, Stress, schwankendem Blutzucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln kann so ein Kreislauf entstehen: Du bist müde, hast schnell wieder Hunger und Dein Gehirn verlangt nach schnell verfügbaren Kalorien wie z.B. Süßigkeiten.



Wie sich lösliche und unlösliche Ballaststoffe unterscheiden und warum Du beide brauchst


Lösliche Ballaststoffe binden Wasser und werden von vielen Darmbakterien fermentiert. Sie dienen dem Mikrobiom als Nahrung, machen den Stuhl geschmeidiger, verlangsamen die Aufnahme von Zucker und sättigen länger. Gute Quellen sind Hafer, Hülsenfrüchte, Äpfel, Beeren, Leinsamen und Flohsamenschalen.


Unlösliche Ballaststoffe erhöhen das Stuhlvolumen und bringen Bewegung in den Darm. Du findest sie vor allem in Vollkorngetreide, Nüssen, Samen, Gemüse und den Schalen vieler Obstsorten.


Auch resistente Stärke ist wertvoll. Sie entsteht unter anderem, wenn gekochte Kartoffeln, Reis oder Nudeln mindestens 12 Stunden abkühlen. Dadurch verändert sich die Struktur der Zuckermoleküle, was die abgekühlten Kohlenhydrate kalorienärmer macht und dazu führt, dass der Dünndarm diese als Ballaststoffe an den Dickdarm weiterreicht. Und auf dieses Futter freut sich dein Mikrobiom.




Warum Dein Darm Stimmung, Immunsystem und Entzündungen beeinflusst


Darm und Gehirn kommunizieren ständig miteinander – über Nervenbahnen, Hormone, Immunbotenstoffe und bakterielle Stoffwechselprodukte. Deshalb wirkt Stress unmittelbar auf die Verdauung: Die Darmbewegung verändert sich, die Wahrnehmung wird empfindlicher und Beschwerden nehmen zu. Umgekehrt kostet ein dauerhaft unruhiger Bauch Energie, stört den Schlaf und drückt auf die Stimmung.


Ein großer Teil der Immunabwehr sitzt an der Darmschleimhaut. Dort entscheidet Dein Körper jeden Tag, welche Stoffe harmlos sind und worauf er reagieren muss. Ein vielfältiges Mikrobiom und seine Stoffwechselprodukte unterstützen diese Barriere. Wenn die Barriere durchlässig wird und unerwünschte Bakterien in Deinen Blutkreislauf gelangen, dann sprechen Experten vom Leaky Gut, was die Regulation von Entzündungsprozessen erheblich beeinträchtigen kann.


Dein Bauch braucht deshalb immer wieder Essenspausen und einen verlässlichen Neustart: regelmäßige Tagesabläufe, Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung.



Fasten als bewusste Pause für Deinen Bauch


Eine professionell begleitete Fastenwoche unterbricht eingefahrene Ess- und Alltagsmuster. Während des Fastens nach Buchinger kommt keine feste Nahrung nach. Der Verdauungstrakt wird entlastet, und viele Fastende erleben schon nach wenigen Tagen einen ruhigeren Bauch, mehr Klarheit und ein leichteres Körpergefühl.

In meinen Fastenwochen starten wir – sofern es gesundheitlich zu dir passt – mit dem Abführen durch Glaubersalz (Natriumsulfat). Glaubersalz wirkt osmotisch: Es hält Wasser im Darm zurück und löst dadurch eine zügige Darmentleerung aus.



Drei Vorteile des Glauberns beim Fasten nach Buchinger


Das Abführen gehört seit Jahrzehnten zum Fasten nach Buchinger – und das aus gutem Grund:


✔ Der Darm wird entleert und entlastet. Nahrungsreste werden ausgeschieden. Dadurch bleibt weniger Darminhalt zurück, der sonst während der ersten Fastentage nur langsam abgebaut und zu unerwünschten Fäulnisprozessen führen kann. Abführen sorgt zumeist für ein deutlich ruhigeres Bauchgefühl.


✔ Der Körper erhält ein klares Startsignal. Das Glaubern markiert den Übergang von der Ernährung von außen zur Ernährung von innen. Dieser Schritt hilft auch mental: Das Fasten beginnt jetzt bewusst und verbindlich.


✔ Das Hungergefühl lässt bei vielen Fastenden nach. Ein leerer Darm erleichtert dir den Einstieg und Hunger wird nur noch als Randerscheinung wahrgenommen.



Schadet Glaubern der Darmflora?


Die Vorstellung, beim Glaubern werde die Darmflora vollständig ausgespült oder dauerhaft zerstört, ist wissenschaftlich nicht belegt. Wie nach einem Durchfall verändert sich aber auch nach einer absichtlich herbei geführten Darmentleerung die Zusammensetzung des Mikrobioms.


Studien zur medizinischen Darmreinigung vor einer Darmspiegelung zeigen: Unmittelbar nach der Reinigung verändert sich das Mikrobiom. Bei gesunden Erwachsenen näherten sich Zusammensetzung und Gesamtmenge der Darmbakterien in mehreren Untersuchungen innerhalb von etwa 14 Tagen wieder dem Ausgangszustand an. Diese Studien untersuchten nicht exakt das einmalige Glaubern beim Buchingerfasten. Sie widerlegen aber die Behauptung, eine einmalige Darmentleerung vernichte die vorhandene Darmflora.


Entscheidend ist, was danach kommt. Deshalb gehört für mich zum Fasten nicht nur die Darmentleerung, sondern auch der bewusste Kostaufbau danach – mit einer ballaststoffreichen Ernährung, die dein Mikrobiom bestmöglich unterstützt. Gut möglich, dass deine Darmflora so die Möglichkeit erhält sich nach dem Fasten besser aufzustellen als zuvor.


In meinen Fastenwochen entscheidest du mit, was zu dir passt. Nach der Anamnese bespreche ich mit dir die geeignete Form der Darmentleerung.

 


Durchsichtige Teetasse mit gelber Teeblume auf Tisch mit Löffel und 2 Äpfel im Vordergrund
Glauberparty bei FASTENSEELE

Während meiner liebevoll gestalteten Glaubersalz-Cocktailparty zu Beginn der Fastenwoche wird die Einnahme der Glaubersalzlösung sicher begleitet und zum vergnüglichen Start in Deine Fastenwoche.

 





Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du hier ergänzende Informationen zu den Angeboten von FASTENSEELE.


Hast du noch weitere Fragen zum Fasten Ablauf? Dann schau in den FAQs vorbei für weitere spannende Infos rund um den Ablauf.






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